Von der ersten Idee hin zur Realisierung des Projekts

Was geschah bisher? Wie ist der aktuelle Stand der Planung? Und: Wann wird die erste Stadt-Umland-Bahn fahren? Wir geben Ihnen einen Überblick über die Historie unseres Projekts und erläutern Ihnen die einzelnen Planungsschritte bis zur Inbetriebnahme der Straßenbahn­strecke zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach.

Zeitstrahl

Was haben wir bereits geschafft, was kommt noch auf uns zu?

Erste Idee Überlandstraßenbahn

Erste Planungen eines Überland­straßenbahnverkehrs beginnen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. So entsteht die Idee, die Städte Nürnberg und Erlangen per Straßenbahn zu verbinden, um unter anderem das Knoblauchsland besser zu erschließen.

Erste Konzepte Stadtbahn

Aufgrund der hohen und immer weiter steigenden verkehrlichen Belastungen in der Region werden erste Konzepte einer Stadtbahn entwickelt. Im Jahr 1991 beauftragt die Regierung von Mittelfranken das Planungsbüro „Intraplan Consult München“ mit einer Vorstudie. Dieses bewertet das Vorhaben als gesamt­wirtschaftlich sinnvoll. Ziel ist es, eine umweltver­trägliche ÖPNV-­Alternative zu schaffen, um die Straßen und damit auch Mensch und Natur zu entlasten.

Erste Machbarkeitsstudie

Die Stadt Erlangen sowie die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim beauftragen das Ingenieurbüro „Obermeyer“ mit einer Machbar­keitsstudie. Die 1993 erstellte Studie zeigt ein umfangreiches Stadt-Umland-Bahn-Netz auf. Der Name „Stadt-Umland-Bahn“ wird offiziell geboren.

Grundsatzbeschluss

Die beiden Landkreise und die Stadt Erlangen fassen zusammen einen Grundsatz­beschluss zum Bau eines StUB-Grundnetzes. Sie stellen bei der Regierung von Mittelfranken einen Antrag auf Fördermittel.

Nürnberg beauftragt Untersuchung

Die Stadt Nürnberg beauftragt die Untersuchung einer Straßenbahn­verlängerung von Thon nach Reutles.

Planung beginnt

Die Städte Nürnberg und Erlangen gründen unter Einbeziehung der VAG und des VGN eine Arbeitsgruppe für die konkrete Planung einer Stadt-Umland-Bahn zwischen Nürnberg und Erlangen. Es werden erste Eckdaten zur Vergabe der Standardisierten Bewertung festgelegt.

Standardisierte Bewertung

Im Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sowie der Städte Nürnberg und Erlangen wird in den Jahren 2004 und 2005 eine Stadtbahnverbindung von Nürnberg-Thon über Erlangen-Tennenlohe bis Erlangen-Hauptpost (heute: Arcaden) nach der Standardisierten Bewertung untersucht.

Start Genehmigungsverfahren „Am Wegfeld“

Im Mai 2008 wird das Genehmigungs­verfahren für die Neubaustrecke Thon – Am Wegfeld in Nürnberg eingeleitet.

Beauftragung Studie

Das Vorhaben „Stadt-Umland-Bahn“ rückt wieder stärker in den Fokus. Es wird eine konkretere Studie beauftragt.

Nutzen-Kosten-Untersuchung „T-Netz“

Der Kern des umfang­reichen Stadt-Umland-Bahn-Netzes aus dem Jahr 1993, das sogenannte „T-Netz“, welches eine Verbindung der Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach mit einem weiteren Ast nach Uttenreuth vorsieht, wird inklusive verschiedener Varianten nach der Standardisierten Bewertung (Version 2006) erneut untersucht. Zudem wird ein Zuwendungs­rahmenantrag gestellt. 

Aufnahme GVFG-Förderung

Die Stadt-Umland-Bahn wird in die Förderung nach dem Gemeinde­verkehrsfinanzierungs­gesetz (GVFG) aufgenommen.

Baubeginn „Am Wegfeld“

Im September 2013 beginnen in Nürnberg die ersten Vorarbeiten für die Verlängerung der Straßen­bahnlinie 4 bis zur Haltestelle „Am Wegfeld“. Im März des Folge­jahrs startet der eigentliche Bau der Strecke.

Nürnberger Stadtrat stimmt für ZV StUB

Der Nürnberger Stadtrat stimmt im Dezember 2014 einstimmig für die Gründung des Zweckverbandes Stadt-Umland-Bahn.

Bürgerentscheid Landkreis Erlangen-Höchstadt

Am 19. April 2015 werden die Bürger­innen und Bürger im Landkreis Erlangen-Höchstadt zur Urne gebeten: In einem Bürger­entscheid stimmen sie über die StUB ab. Das Ergebnis: Während sich die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises mehrheitlich gegen die StUB aussprechen, stimmen in Herzogenaurach 75,9 Prozent für das Projekt. Um diese komplizierte Situation im Sinne der Herzogenauracherinnen und Herzogenauracher zu lösen, wird das ursprünglich geplante T-Netz um den östlichen Ast nach Uttenreuth verkürzt. Das verbleibende „L-Netz“ verbindet die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Nach einem entsprechenden Beschluss des Kreistages übernimmt die Stadt Herzogenaurach für ihren Strecken­abschnitt die Aufgaben­trägerschaft des ÖPNV-Projekts vom Landkreis.

Bürgerentscheid Erlangen

In Erlangen findet 2016 ein Bürger­entscheid zur Stadt-Umland-Bahn statt. Am 6. März 2016 stimmen 60,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die StUB. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um gemeinsam mit Herzogenaurach und Nürnberg den Zweckverband Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach zu gründen.

Gründung ZV StUB

Am 16. April 2016 wird der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach von den drei beteiligten Städten gegründet.

Inbetriebnahme „Am Wegfeld“

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2016 wird die Straßenbahn-­Neubaustrecke Thon – Am Wegfeld in Nürnberg feierlich eröffnet. Die neue Endhalte­stelle im Nürnberger Norden „Am Wegfeld“ bietet neben den Haltepunkten für Straßenbahn und Bus eine Park & Ride-Anlage für Autos sowie Fahrrad­stellplätze. Im Zuge der Neueröffnung wird auch rund ein Drittel des Nürnberger Bus­netzes neu ausgerichtet und auf die Straßenbahn abgestimmt.

Arbeitsbeginn des ZV StUB & Start des Bürgerdialog

Am 1. Januar 2017 beginnt unsere Arbeit als Zweckverband Stadt-Umland-Bahn. Es starten die konkrete Projektplanung und der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die erste Veranstal­tung zur Beteiligung findet am 18. Dezember 2017 statt. 

Variantenprüfung Streckenverlauf

Die intensive Prüfung der Linien­führung der Stadt-Umland-Bahn beginnt: Innerhalb von zwei Jahren werden über 100 Varianten für den Strecken­verlauf der Stadt-Umland-Bahn von den beauftragten Ingenieurbüros im Rahmen eines formalisierten mehrstufigen Auswahl­verfahrens detailliert untersucht und bewertet. Das Verfahren wird von einem umfang­reichen Bürgerdialog in den drei Städten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach begleitet. Insgesamt 15 Veranstal­tungen für die Bürgerinnen und Bürger finden statt. Neben den regelmäßigen Dialogforen, in denen die Vorschläge sowie Prüfungs­ergebnisse präsentiert und mit den interessierten Teil­nehmenden diskutiert werden, sind wir auch an der geplanten Strecke vor Ort, um einzelne Abschnitte zu begehen. Zudem richten wir eine Online­beteiligungs­plattform ein, über die Ideen eingereicht werden können. Das Ergebnis der 1. Dialog- und Planungsphase ist die aus planerischer Sicht aussichtsreichste Linien­führung: die sogenannte Vorzugstrasse. Diese wird zusammen mit sämtlichen Untersuchungs­ergebnissen in die Unterlagen des Raum­ordnungsverfahrens aufgenommen.

Start Raumordnungsverfahren

Der erste große Meilen­stein im Projekt ist erreicht: Am 4. Juli 2019 leitet die Regierung von Mittelfranken als zuständige Landesplanungsbehörde das Raum­ordnungs­verfahren für die Stadt-Umland-Bahn zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach ein. Bis 23. August 2019 haben die von dem Projekt betroffenen Kommunen, Behörden, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zu äußern.

StUB ist raumverträglich

Am 27. Januar 2020 schließt die Regierung von Mittelfranken das Raum­ordnungs­verfahren zur Stadt-Umland-Bahn mit der landes­planerischen Beurteilung ab. Sie beurteilt die vorgelegte Planung als raumverträglich. Lediglich einen Teil­abschnitt der Strecke in Tennenlohe gilt es, erneut zu betrachten. Insgesamt 90 Seiten umfasst die landes­planerische Beurteilung. Darin wägt die Regierung von Mittelfranken wichtige Aspekte der Raumordnung, wie Natur und Landschaft, Wasser, Verkehr, Immissions­schutz, Stadtentwicklung und Wirtschaft, ab. In der Gesamtschau der Auswirkungen hält die Regierung fest, „dass das Vorhaben unter den Blickwinkeln der fachlichen Belange des Verkehrs […], der Siedlungs­struktur und der regionalen Wirtschaft positive Beiträge von hoher Bedeutung leistet.“ Auch zu einer erfolgreichen, klima­freundlichen Verkehrswende trage die StUB bei. Für die weiteren Planungen formuliert die Regierung verschiedene Maßgaben aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaft (inkl. Land- und Forstwirtschaft), Energie­versorgung und Freiraumschutz.

Abschluss Vorplanung

Die von der Landes­planungsbehörde im Januar 2020 als raumverträglich bescheinigte Strecken­führung wird weiter konkretisiert. Ende 2020 wird die sogenannte Vor­planung abgeschlossen. Es liegen nun Pläne im Maßstab von 1:2.500 vor.

Start Entwurfsplanung

Die detailliertere Planung der Strecken­führung beginnt. Nun geht es um die zentimeter­genaue Lage der Haltestellen, die konkrete Gleis­führung sowie die Planung von Sonder­bauwerken, wie zum Beispiel Brücken.

Start Planfeststellungsverfahren

Der nächste große Meilen­stein ist das sogenannte „Planfeststellungs­verfahren“. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einem Bau­antrag. Voraussichtlich ab 2024 sollen die Unter­lagen eingereicht werden.

Baubeginn

Ab Mitte der 2020er-Jahre soll mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Die Arbeiten werden an der Nürnberger Haltestelle „Am Wegfeld“ starten.

Inbetriebnahme

Mit der sukzessiven Inbetrieb­nahme der StUB-Strecke soll ab Ende der 2020er-Jahre begonnen werden.


Der Streckenverlauf

Die Stadt-Umland-Bahn wird die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach als Straßenbahn miteinander verbinden. Sie fährt in der Hauptver­kehrszeit alle 10 Minuten.

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Aktuelle Termine

Wir organisieren regelmäßig Veranstal­tungen und sind in den drei Städten vor Ort, um Sie zu informieren und aktiv an den Planungen der Stadt-Umland-Bahn zu beteiligen.

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Häufig gestellte Fragen

Steht der Streckenverlauf schon fest? Wann wird die Stadt-Umland-Bahn fahren? Die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen haben wir für Sie zusammen­gestellt.

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Kontakt

09131 / 933 084 0 info@stadtumlandbahn.de